Kundengeschenke – originelle Ideen für deine Kundenbindung

Wie viele andere Startups, Kleinunternehmen oder Gründer setzt du vielleicht in erster Linie auf Online-Marketing, um auf dich und dein Unternehmen aufmerksam zu machen. Damit ist aber nicht zwangsläufig die Anzeige in der Zeitung oder der Werbespot im Lokalradio gemeint, die dein Werbebudget vielleicht sogar überschreiten. Kundenbindung mit Mitteln klassischer Werbung kannst du auf eine viel einfachere und günstiger Art erreichen. Mit kleinen Präsenten, Kundengeschenken – oft auch als Werbegeschenke bezeichnet.

Das erwartet dich heute:

Geht es um Kundengeschenke, hast du die Wahl zwischen günstigen Produkten wie Schlüsselanhängern, Feuerzeugen oder Kugelschreibern und höherpreisigen Artikeln. Dazu können beispielsweise Regenschirme, Fußbälle oder auch Kaffeetassen zählen. Ganz gleich, ob du dich für ein günstiges oder ein hochpreisiges Produkt entscheidest, der gewünschte Effekt ist in jedem Fall derselbe. Du bleibst dem Kunden positiv in Erinnerung, sodass er gerne wieder bei dir einkauft oder deine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Du fragst dich an dieser Stelle vielleicht, ob diese Maßnahmen auch wirklich die gewünschte und erhoffte Wirkung bringen. Ja, das tun sie tatsächlich, wie du in diesem Artikel erfahren wirst.

Kundengeschenke sind stets beliebt

Der Gesamtverband der Werbeartikelwirtschaft (GWW) hat in einer Befragung ermittelt, dass dieser Markt kontinuierlich wächst. So werden aktuell etwa 3,5 Milliarden Euro pro Jahr mit Werbemitteln umgesetzt. Mit steigender Tendenz, weil kaum ein Unternehmen darauf verzichten möchte, Kundengeschenke als Werbemittel zu nutzen.

Welches Ziel verfolgen Kundengeschenke?

Wie bei allen anderen Werbemaßnahmen verfolgst du natürlich auch mit Kundengeschenken ein Ziel. Bei öffentlicher Werbung wie Plakaten oder auch im Internet geht es zunächst einmal darum, potenzielle Kunden auf dein Angebot aufmerksam zu machen oder dem Kunden zumindest in Erinnerung zu bleiben. Von Kundengeschenken erwarten sich die Unternehmen hingegen gleich mehrere Effekte. Wie eine Umfrage des GWW zeigt, erhoffen sich 26 Prozent aller Befragten, dass sie damit eine bessere Kundenbindung erreichen. Schließlich bleibt das Unternehmen durch das Geschenk positiv im Gedächtnis des Kunden. Weitere elf Prozent erwarten von Kundengeschenken, dass sie damit die Bekanntheit des Unternehmens erhöhen, während sich zehn Prozent einen höheren Wiedererkennungswert erhoffen. Die befragten Unternehmer sagten aber auch, sie wollten dadurch das Image verbessern, den Erinnerungswert erhöhen oder einfach Aufmerksamkeit wecken.

Besser ein kreatives Kundengeschenk wählen

Jedoch ist von dir in erster Linie Kreativität gefragt, wenn du dich nach Kundengeschenken umsehen möchtest. Denn mit einem einfachen Schlüsselanhänger oder einem Kugelschreiber wirst du dem Kunden kaum im Gedächtnis bleiben oder Aufmerksamkeit auf dich ziehen können. Das wissen auch die Hersteller von Werbeartikeln, die deshalb in Düsseldorf auf der Werbeartikelmesse regelmäßig neue Kreationen präsentieren. Und hier kennt die Phantasie schier keine Grenzen. Angeboten werden unter anderem selbstreinigende Hüllen für Tablets, tragbare Halter für Kaffeebecher oder USB-Sticks. Es ist davon auszugehen, dass das Angebot künftig noch weitaus umfangreicher sein wird.

Kundengeschenke Beispiel
Beispiele für kreative Kundengeschenke, Quelle: www.egs-werbemittel.de

Warum sich Kundengeschenke lohnen

Klassische Werbung, etwa auf Plakaten oder in den Medien nehmen viele Verbraucher mittlerweile entweder gar nicht mehr wahr oder empfinden diese als störend. Sie wechseln bei Werbepausen im Radio oft den Sender oder zappen bei Fernsehwerbung auf ein anderes Programm. Plakatwerbung wiederum hat den Nachteil, dass die Streuverluste sehr groß sind. Erschwerend hinzu kommt, dass du dir als kleiner Unternehmer oder Start-up diese Formen der Werbung wohl gar nicht leisten kannst. Zudem ist bei den Plakaten und der Werbung in Medien ein hohes Maß an Kreativität gefragt, damit die Werbung auch positiv in Erinnerung bleibt. Bei einem nützlichen Kundengeschenk ist dir der Beschenkte oftmals sogar dankbar und behält dich deswegen mit Freude in Erinnerung. Bei hochwertigen Geschenken gibst du den Beschenkten oft auch das Gefühl, dass sie sich für das Geschenk revanchieren wollen oder müssen.

Haben Kundengeschenke auch Nachteile?

Der größte Nachteil besteht darin, dass du bereits in Kontakt mit dem Kunden sein musst, damit du ihm ein Geschenk überreichen kannst. Du hast also eine weitaus geringere Reichweite als bei anderen Werbeformen. Jedoch bist du mit dem Kunden im Gespräch, woraus sich auch für dich möglicherweise neue Möglichkeiten ergeben.

Wie teuer dürfen Kundengeschenke sein?

Mit Kundengeschenken – oder auch mit Geschenken an Geschäftspartner – festigst du die geschäftliche Beziehung zwischen euch. Allerdings musst du einige Regeln beachten, weil es ansonsten Probleme mit dem Finanzamt geben kann. Grundsätzlich kannst du Kundengeschenke von der Steuer absetzen. Allerdings darf der Wert des Geschenks pro Jahr und Person einen Betrag von 35 Euro nicht übersteigen. Bei der 35€ Regel handelt es sich nicht um einen Freibetrag, sondern um eine Freigrenze. Ferner musst du die Zahlungsbelege aufbewahren und darauf den Namen des Beschenkten sowie den Anlass für das Geschenk festhalten. Dann kannst du das Geschenk pauschal mit 30 Prozent selbst besteuern.

Der Hintergrund dafür: Der Schenkende muss dem Beschenkten ab einem Betrag von zehn Euro, rechtlich betrachtet, den genauen Wert mitteilen, denn der Beschenkte muss seinerseits das Geschenk als geldwerten Vorteil versteuern. Es ist jedoch alles andere als üblich, ein Geschenk zusammen mit der Rechnung zu überreichen. Es gibt jedoch die Pauschalisierungsmöglichkeit nach Paragraph 37b Einkommenssteuergesetz. Das heißt: Der Schenkende übernimmt die Einkommenssteuer des Beschenkten pauschal zu 30 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Das solltest du dem Beschenkten aber schriftlich mitteilen. Die Pauschalsteuer wiederum kannst du als Betriebsausgabe von deiner Steuer absetzen.

Geschenke von der Steuer absetzen

Grundsätzlich kannst du Kundengeschenke also von der Steuer absetzen. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Das sind folgende:

  • Eine betriebliche Veranlassung muss gewährleistet sein. Weil das Geschenk dazu gedacht ist, die Geschäftsbeziehungen zu stärken, darfst du vom Beschenkten im Gegenzug keine Gegenleistung erwarten. Der Anlass für das Geschenk kann aber durchaus auch privater Natur sein, also beispielsweise ein Geburtstag, die Hochzeit oder die Geburt eines Kindes.
  • Die Freigrenze beachten. Die Freigrenze in Höhe von 35 Euro pro Jahr und Person darf nicht überschritten werden. Liegt der Betrag darüber, kann er nicht mehr als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme von dieser Regel. Wenn es sich um ein Geschenk handelt, das ausschließlich beruflich genutzt wird. Beispielsweise darf ein Spezialwerkzeug für einen Handwerker mehr als 35 Euro kosten. Für Kleinunternehmer gilt diese Grenze als Bruttobetrag, für Unternehmer, die der Mehrwertsteuerpflicht (Mwst) unterliegen, gilt dieser Betrag als Nettobetrag. Verpackungs- und Versandkosten können aber auch sie nicht steuerlich geltend machen.

Die finanziellen Aufwendungen für die Kundengeschenke musst du einzeln und von allen sonstigen Betriebsausgaben aufzeichnen. Das kann in der Buchführung in einer eigenen Spalte ebenso geschehen wie auf einem eigenen Konto.

Es reicht jedoch nicht aus, wenn du die Belege aufhebst und ablegst. Beispielsweise kannst du eine Liste führen. An diese heftest du die Belege, auf denen Anlass und Name des Beschenkten vermerkt sein muss.

Exkurs: Was ist bei Mitarbeitergeschenken zu beachten?

Willst du einen Mitarbeiter für gute Leistungen belohnen, ist die Freude meist nicht allzu groß. Denn nach dem Abzug der Steuer und der Sozialabgaben bleibt netto oft nicht allzu viel übrig. Sachzuwendungen, also Mitarbeitergeschenke, stellen eine hervorragende Alternative dar. Dann übernimmst du die Steuern und Abgaben für den Mitarbeiter gleich mit, weil du den Wert des Geschenks pauschal mit 30 Prozent versteuerst. Die Pauschalbesteuerung ist übrigens für Sachzuwendungen in einer Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Jahr und Empfänger möglich.

Hat das Mitarbeitergeschenk einen Wert von bis zu 60 Euro, brauchst du nichts zu versteuern, weil bis zu diesem Betrag eine Freigrenze gilt. Überschreitest du den Wert auch nur geringfügig, muss der Mitarbeiter den kompletten Betrag als geldwerten Vorteil versteuern.

Tipps für originelle Kundengeschenkideen

Kugelschreiber, Schlüsselanhänger, eine Flasche Wein oder ein Blumenstrauß sind die absoluten Klassiker, wenn es um Kundengeschenke geht. Aber sei mal ehrlich: Meinst du wirklich, dass du damit einen nachhaltig positiven Eindruck beim Kunden hinterlässt – abgesehen von der Flasche Wein vielleicht? Besser ist es, wenn du dir im Vorfeld ein paar Gedanken machst und dir ein originelles Geschenk einfallen lässt. Du hinterlässt damit beim Kunden den positiven Eindruck, dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, was ihm wohl gefallen könnte. Damit stärkst du die Beziehung sehr viel effektiver, ohne zwangsläufig mehr Geld ausgeben zu müssen. Hier stellen wir dir einige originelle Geschenkideen vor:

  • Die Notfallschokolade, also ein Schokoladengeschenk, das in einem kleinen Notfallkoffer verpackt ist.
  • Ein Kopfmassagestab: Entspannte Menschen sind glücklicher und leistungsfähiger. Warum also nicht einfach einen Kopfmassagestab verschenken, der auch im Büro für wohltuende Entspannung sorgt?
  • Glück to Go: Hierbei handelt es sich um einen wiederverwertbaren Kaffeebecher, in dem sich als zusätzliche Überraschung ein kleines Glücksschwein befindet.
  • Eine Baumscheibe mit Gravur, die der Beschenkte als Begrüßungsschild nutzen kann.
  • Eine Toolbox mit Werkzeug aus Schokolade.

Weihnachtsgeschenke für Kunden und Geschäftspartner

Weihnachten ist die ideale Zeit, um sich bei Kunden und Geschäftspartnern mit einem kleinen Präsent für die Geschäftsbeziehung oder die Zusammenarbeit zu bedanken. Allerdings solltest du dir schon möglichst frühzeitig vor Weihnachten überlegen, was du den Kunden schenken möchtest. Denn zum einen sollte das Geschenk originell sein und zum anderen solltest du etwas finden, was allen Kunden und Geschäftspartnern gefallen könnte.

Der Grund: Es ist eine denkbar schlechte Idee, den verschiedenen Kunden unterschiedliche Dinge zu schenken. Schließlich sprechen die Kunden und Geschäftspartner unter Umständen miteinander. Erfährt jemand, dass er ein vermeintlich günstigeres Geschenk bekommen hat als andere, ist die Freude über das Geschenk schnell verflogen. Selbstverständlich kannst du aber zwischen Kunden und Geschäftspartnern differenzieren und beide Gruppen unterschiedlich beschenken.

Spätestens zu Beginn der Adventszeit solltest du die Geschenke dann bestellen, um sicher zu sein, die ausgewählten Produkte auch in ausreichender Menge und vor allem rechtzeitig zu bekommen. Denn je näher Weihnachten heranrückt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Lieferengpass kommt oder die Zustellung nicht mehr rechtzeitig klappt.

Alternativ kannst du den Betrag, den du für Weihnachtsgeschenke vorgesehen hast, aber auch für einen guten Zweck spenden. Du solltest deine Kunden und Geschäftspartner aber darauf hinweisen, dass du auf Geschenke verzichtest und stattdessen spendest – vielleicht sogar, an welche Einrichtung oder Organisation.

Personalisierte Geschenke und Werbeartikel mit Logo

Eine hervorragende Idee sind auch personalisierte Geschenke oder Werbeartikel mit Logo. Die Personalisierung kann dabei auf unterschiedliche Arten erfolgen. Die moderne Drucktechnik macht es möglich, nahezu jeden beliebigen Artikel für jeden Empfänger mit einem ganz persönlichen Motiv zu bedrucken, ohne dass du dafür einen Aufpreis zahlen musst. Gute Ideen sind aber auch Sekt- oder Weingläser mit einer individuellen Gravur. Auch hierzu findest du jede Menge Angebote im Internet.

Ideen für kleine und günstige Geschenke

Ein kleines Geschenk ist im Grunde nur eine Aufmerksamkeit oder eine Geste, um seinen Dank auszudrücken. Betreibst du beispielsweise einen Online-Shop, kannst du in jedes Paket ab einem gewissen Warenwert ein kleines Glücksschwein oder eine Tafel Schokolade legen. Betreibst du dein Business vor Ort in einem Laden oder in einem Büro, kannst du kleine Give-Aways wie Kugelschreiber oder Schlüsselanhänger bereit halten, die du den Kunden einfach so und ohne besonderen Anlass mitgibst.

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