Eigenes Geschäftsmodell entwickeln – Schritt für Schritt

Jedes gut laufende Unternehmen basiert auf einem Business Model, zu Deutsch Geschäftsmodell. Beschrieben wird dabei die Funktionsweise einer Firma. Es genügt nicht, lediglich eine Geschäftsidee mitzubringen, du musst zunächst dein Geschäftsmodell entwickeln oder auch ändern, um langfristig erfolgreich zu sein. Denn ein Business Model erfasst die wichtigsten Pfeiler des Geschäftserfolgs, das worauf es ankommt. Aber warum sind Geschäftsmodelle wichtig? Wie sieht es aus? Und was für Business Models gibt es?

Das erwartet dich heute:

Geschäftsmodell Definition – Was bedeutet Geschäftsmodell?

Jedes Unternehmen wird aus einer Idee heraus gegründet. Was du als Unternehmer dann daraus machst, ist dein Geschäftsmodell. Dafür brauchst du natürlich keine neuartige Geschäftsmodellinnovation ins Leben rufen. Business Modelle können sogar mal mehr und mal weniger schlüssig oder sinnvoll sein. Die Frage die sich also stellt: Wie entwickle ich ein Business Model, welches später auch funktioniert? Tatsächlich wird vor allem in Startups viel Zeit in eine fundierte Geschäftsmodellentwicklung gesteckt. Und auch bei einer klassischen Herangehensweise ist das Business Model die Basis eines guten Businessplans.

Tipp!

Wenn du dein Geschäftsmodell entwickelt hast, ist der nächste Schritt deinen Business Plan zu erstellen! Er ist sehr wichtig, um Investoren und Geldgeber für dich zu gewinnen. Für einen professionellen Auftritt oder auch als Orientierungsleitfaden kannst du ganz einfach unsere kostenlose Business Plan Vorlage herunterladen!

Kurzbeschreibung: Das Geschäftsmodell ist also weder die Geschäftsidee selbst, noch der fertige Businessplan. Vielmehr geht es um alles, was dazwischenliegt. Wie funktioniert mein Geschäft? Auf welcher Philosophie baut meine Firma auf? Was ist mein Spirit, welchen Nutzen haben meine Kunden, was ist mein Alleinstellungsmerkmal?

Erfolgreiches Geschäftsmodell mit dem Geschäftsmodellmuster

Der erste Schritt hin zum eigenen Unternehmen ist die Idee. Hieraus solltest du dann ein Geschäftsmodellmuster entwickeln, wobei es um die wesentlichen Faktoren in deinem Unternehmen gehen soll. Du zeigst damit auf, womit du später Geld verdienen möchtest und im Idealfall auch warum. Die wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest, lauten daher:

  • Was ist mein Angebot?
  • Wie erreiche ich meinen Umsatz?
  • Welche Kunden spreche ich an?
  • Welchen Nutzen bietet mein Angebot für den Kunden?

Eine sehr wesentliche Rolle spielen die Business Modelle nicht nur in Startups, sondern auch in Handels- oder Dienstleistungsunternehmen. Sogar im Handwerksbereich ist es wichtig, ein Geschäftsmodell benennen zu können. Und auch bestehende Firmen tun gut daran, ihr Geschäftsmodell hin und wieder zu überprüfen und anzupassen. So wie es beispielsweise bei Amazon der Fall ist. Hier profitieren Kunden ständig von Neuerungen.

Warum Geschäftsmodelle wichtig sind

Geschäftsmodelle waren früher noch relativ einfach gestrickt und mussten nicht wirklich diskutiert werden. Es handelte sich um klassische Geschäftsmodelle, die teils natürlich noch heute funktionieren. Ein Friseur hat seinen Kunden die Haare geschnitten, ein Kino bot Filmvorführungen an und in einer Bäckerei konnten die Menschen Brötchen kaufen.

Das ist zwar im Grunde immer noch so, aufgrund wachsender Konkurrenz sind jedoch auch diese einfachen Modelle nicht mehr so leicht zum Erfolg zu führen. Selbst eine Bäckerei muss heutzutage herausstechen, um Kunden in ihre Läden zu locken. Etwa durch zusätzliche Mittagsangebote für Berufstätige, durch besondere Brötchensorten oder durch gemütliche Lounges zum Frühstücken. Und sogar Kinos müssen sich entsprechend hervortun, um interessant gegenüber Netflix und Co. zu werden. Die Definition Geschäftsmodell hat sich also verändert.

Die Art und Weise, wie Unternehmen heute Geld verdienen, hat sich stark gewandelt. Das Angebot steigt nachhaltig, wird vielfältiger und selbst die einfachsten Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr, ohne dem gewissen Extra. Und das betrifft nicht nur die kleinen Betriebe, sondern auch größere Konzerne. Denken wir an Nokia oder Leica, welche mit ihren Business Models längst nicht mehr mit den „Großen“ mithalten können. Sie täten vielleicht gut daran, sich ein neues Geschäftsmodell zu überlegen.

Eigenes Geschäftsmodell erstellen – Anleitung

Für die Entwicklung des eigenen Geschäftsmodells kommt es im Wesentlichen auf 11 Faktoren an. Nachfolgende Aufreihung der einzelnen Faktoren können auch als Gliederung verwendet werden, um dein Geschäftsmodell zu beschreiben.

Tipp: Wenn dich das Business Modell Canvas so findest du im Netz passende Vorlagen zum Canvas Modell. Dabei handelt es sich um ein vielgenutztes Tool zur Geschäftsmodell Erstellung. 2004 entwickelte Alexander Osterwalder die recht wasserdichte Methode. Ein Business Model Canvas kannst du dir auch einfach selbst zeichnen. Vorteile dieses Model Canvas:

  • Das Tool hilft dir dabei, den Fokus darauf zu richten, was dein Geschäft wirklich antreibt. Im Grunde geht es dabei um die Kundenwünsche.
  • Einfach zu bedienendes Brainstorming-Tool, welches sich beliebig variieren lässt.
  • Für Außenstehende ist dieses Modell leicht nachvollziehbar.

In diesem YouTube-Video wird dir das Business Modell Canvas kurz und prägnant erklärt.

Vision in 3 Sätzen beschreiben

Du musst natürlich kein Visionär allá Steve Jobs sein, um erfolgreich zu sein. Eine Idee und eine kleine Vision braucht es allerdings schon. Immerhin solltest du wissen, welches Problem du lösen willst. Sollte deine Idee kein direktes Problem lösen, so sollte es zumindest ein Bedürfnis erfüllen. Du kannst dich hierfür an unserem Beitrag 10 Fragen, die dir helfen deine Geschäftsidee zu verwirklichen orientieren.

Eröffnest du die einzige Bäckerei im Umkreis von 30 Kilometern, so löst du damit ein Bedürfnis. Beantworte dir also die Frage, wie du dir dein Unternehmen vorstellst und was deine Idee, deinen Kunden bringen soll. Beschreibe allem voran in zwei bis drei Sätzen, wo deine Firma in 5, 8 oder 10 Jahren stehen soll. Klingt einfach, ist es aber gar nicht. Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle unserer Zeit lassen sich innerhalb von 2 Sätzen allumfassend beschreiben. Innovative Geschäftsmodelle können eine erste Orientierung darstellen.

Fähigkeiten und Gründerteam

Wenn du völlig alleine mit deiner großen Vision dastehst, wird es vermutlich bereits an der Umsetzung mangeln. Gerade bei jungen Unternehmen spielen daher die Gründer und deren Teams eine zentrale Rolle. Alles fällt und steht mit den Personen, die hinter der Vision stehen und entsprechend ihre Fähigkeiten einbringen. Wenn du nun dein Geschäftsmodell weiterentwickeln wisst, solltest du dir zwei weitere elementare Fragen beantworten können.

  • Frage dich zunächst, welche Fähigkeiten für deine Idee überhaupt benötigt werden. Vielleicht benötigst du technisches Know-How und brauchst einen Programmierer, der deine Idee umsetzt.
  • Ebenso wichtig wie die Fertigkeiten der einzelnen Personen, ist das Zusammenspiel aller Teammitglieder. Frage dich, warum ihr als Team einzigartig seid und die Idee umsetzen könnt. So erkennst du auch Probleme oder Defizite, die du durch zusätzliche Teammitglieder womöglich ausmerzen kannst. Schließe die Lücken, und stelle Mitarbeiter ein! Worauf du dabei achten musst erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Mitarbeiter einstellen. Suche dir aber mitunter vielleicht auch externe Mitarbeiter wie beispielsweise Freelancer.

Zielgruppenanalyse und -definition

Ja, immer noch gibt es einige Probleme, für die es jemanden braucht, der sie löst. Und auch in Sachen Bedürfnisse ist noch längst nicht alles erfunden worden. Frage dich an dieser Stelle, welche Kunden und Bedürfnisse du ansprechen willst. Eine Zielgruppenanalyse ist hier der erste richtige Schritt.

Die daraus resultierende Zielgruppendefinition ist äußerst wichtig, auch für das spätere Marketing. Vergiss dabei nicht, dass es einen großen Unterschied macht, ob du Privat- oder Geschäftskunden ansprichst. Hier wird zwischen B2C und B2B unterschieden. Im B2C Bereich wirst du Faktoren wie das Geschlecht, das Alter, die Herkunft oder die Lebensstile mit einbeziehen. Bei Geschäftskunden sind überwiegend die Branchen oder Unternehmensgrößen von Belang.

Doch egal welche Zielgruppe du ansprichst, es geht immer darum, ein Bedürfnis zu befriedigen. Frage dich, welche Bedürfnisse deine Zielkunden haben. Sehr oft gehen diese auch mit bisher noch nicht gelösten Problemen einher. Und du bringst nun das passende Angebot mit.

Beispiel:HelloFresh löste 2011 ein Bedürfnis und gleichermaßen ein „Problem“. Das deutsche Unternehmen bietet Kochboxen für Verbraucher an. Pakete mit vorbereiteten Zutaten und passenden Rezepten, die im Abonnement von Zuhause aus bestellt werden können.
Problem:Keine Ideen für eigene Gerichte, keine Zeit für Einkaufen gehen, ungesundes Essen aufgrund fehlendem Input.
Bedürfnisse des Kunden:Gesundes und abwechslungsreiches Essen, mehr Zeit aufgrund von Lieferung nach Hause.
Ergebnis:Keine Frage, das Unternehmen HelloFresh – und mittlerweile auch einige andere mit ähnlichem Konzept – traf den Nerv unserer schnelllebigen Zeit. Einer Zeit, in der gesunde Ernährung zwar immer wichtiger wird, es jedoch an der Umsetzung hapert. Ende 2019 erwirtschaftete das Unternehmen weit über 19 Millionen Euro und gilt heute als der weltweit größte Lieferdienst für Lebensmittel nach Rezept. Kein Wunder also, dass es auf diesem Gebiet so einige Nachahmer gibt.

Löse ein Kundenproblem

Wie am Beispiel von HelloFresh deutlich wurde, konnte das Unternehmen eindeutig ein Problem lösen. Zeige nun auf, wie dein Geschäftsmodell im Detail, die Bedürfnisse deiner Kunden erfüllt. Beschreibe deine Produkte oder Dienstleistung, mit denen das Problem oder Bedürfnis gelöst werden kann. So wird auch gleichermaßen der Kundennutzen herausgestellt. Mache deutlich, wie das Angebot die Nachfrage befriedigt. Wichtig ist an dieser Stelle das Alleinstellungsmerkmal, die Besonderheit und das, was dich auf dem Markt von allen anderen abhebt.

Beispiel: In Regensburg eröffnete zuletzt ein Katzenkaffee, frei nach dem Motto „Kaffee trinken mit Katzen“. Hier kombinierten die Gründer das Bedürfnis, welches Kunden üblicherweise in ein Café zieht, mit dem der Katzenliebhaber. Kaffee trinken und gleichzeitig mit Katzen kuscheln, sie streicheln und dabei noch andere Katzenfreunde treffen. Ein außergewöhnliches Konzept, welches aber genau aufgrund dessen funktioniert. Und zwar inzwischen auch in vielen anderen Städten.

Bei einer solchen Idee lässt sich das Alleinstellungsmerkmal deutlich herausarbeiten, ebenso wie die Zielgruppe und die „Problemlösung“. Du siehst aber auch, dass es nicht immer ein direktes Problem geben muss. Auch Konzepte, die ein einfaches Bedürfnis, wie beispielsweise Freude hervorholen, können funktionieren.

Marktattraktivität

Die Idee und das Geschäftsmodell können noch so spannend klingen, wichtig ist, dass es einen Markt für deine Idee gibt. Und natürlich, ob der Markt groß genug ist, um auch wirklich Geld zu verdienen. Um dies herauszufinden musst du dich zunächst mit einer Marktanalyse befassen. Wichtig ist, das Marktvolumen und die Marktentwicklung zu beobachten. Vielleicht ist deine Idee auch eher zukunftsorientiert. Dann solltest du herausstellen, warum dein Angebot in der Zukunft eine Rolle spielen wird. Im Idealfall hast du eine Marktlücke gefunden – wie das funktioniert erklären wir dir in unserem Blogbeitrag Marktlücke finden. Dann kannst du dich natürlich freuen, musst allerdings später damit rechnen, dass Mitwettbewerber schnell nachziehen werden.

Im Rahmen deiner Geschäftsmodellentwicklung solltest du dir die drei größten und wichtigsten Wettbewerber für dein Unternehmen heraussuchen. Erstelle eine Konkurrenzanalyse und finde die Schwächen und Stärken der Konkurrenten heraus. In einer SWOT Analyse vergleichst du diese und weitere externe Einflüsse dann mit deinen eigenen Vorteilen und Defiziten. So merkst du schnell, ob und womit du mit deinem eigenen Plan bestehen kannst.

Erstelle im Anschluss 5-7 wichtige Faktoren, welche für die Kaufentscheidung deiner Kunden sprechen. Frage dich: Warum kaufen Kunden bei mir und nicht bei der Konkurrenz?

Eigene Annahmen validieren

Klar ist, du und dein Team, ihr seid überzeugt von euch und eurer Idee. Ihr seht das Unternehmen in 10 Jahren auf dem goldenen Thron und selbstverständlich liebt ihr eure eigenen Produkte. An dieser Stelle ist es aber absolut wichtig, sich zu fragen, ob das eure Zielgruppe genauso sieht. Sehr häufig stoßen Startups an dieser Stelle auf den Boden der Tatsachen. Die erhoffte positive Rückmeldung bleibt aus und völliges Unverständnis bleibt zurück. Herausfinden, ob dein Geschäftsmodell ankommt oder nicht, solltest du also noch vor der eigentlichen Gründung. Gehe also beispielsweise auf die Straße und erstelle Umfragen oder verfolge den Ansatz eines Lean Startups (risikoreicher).

Bestandteile eines Fragebogens für ein Geschäftsmodell

Teile deinen Fragebogen in vier Abschnitte auf:

      • Kundenbedürfnis und/oder Probleme
      • Faktoren für eine Kaufentscheidung
      • Einschätzung des Wettbewerbs
      • Kaufbereitschaft

Geschäftsmodell analysieren

Analysiere deine Ergebnisse jetzt genau und greife vor allem negatives Feedback auf, um dein Angebot zu verbessern. Hat sich beispielsweise herausgestellt, dass die meisten Menschen Wert auf vegane Gerichte legen, so solltest du dir überlegen, vielleicht ein spezielles Zusatzangebot für Veganer anzubieten. Schließlich könnte es sein, dass es in deiner Region unerwartet viele Veganer gibt.

Errechne das Umsatzpotenzial, wenn das Feedback überwiegend positiv ist. Ziehe die Größe deiner Zielgruppe, die Kaufhäufigkeit, der erzielbare Preis, sowie die Prognose zu deinen Marktanteilen heran. Die Analyse von Geschäftsmodellen ist ein wichtiger Schritt.

Optimale Positionierung

Die Positionierung und deine Strategie sind ein ebenso wichtiger Punkt in deinem Geschäftsmodell. Zu den wichtigsten Eckdaten gehören dein Preis und deine Qualität. Womöglich bist du Preisführer oder Qualitätsführer in deinem Markt. Prüfe auch, welche Positionen deine Wettbewerber einnehmen. Nutze diverse Positionierungstools und ziehe weitere Komponente für deine Ermittlung heran. Wichtig dabei ist, dass sie alle eine möglichst hohe Relevanz in Sachen Kaufentscheidung haben.

Kundengewinnung

Das Thema Marketing und Vertrieb (Distributionspolitik) ist von Anfang an bedeutsam und wichtig. Du solltest schon früh damit anfangen, deine Marketingaktivitäten zu bestimmen. Dies hängt natürlich stark von deiner Zielgruppe ab. Liste die wesentlichen Aktivitäten auf und versuche abzuschätzen, wie teuer es werden kann, neue Kunden zu akquirieren. Vor allem zu Beginn können die Marketingkosten sehr hoch ausfallen. Prüfe, ob dein Budget dies hergibt und vergleiche die Effizienz der einzelnen Marketingmaßnahmen.

Vergiss natürlich nicht, dass die Kundenbindung beinahe genauso wichtig – wenn nicht noch wichtiger – ist, als die Neukundengewinnung. Mehr dazu erfährst du in unserem Guide zur erfolgreichen Kundenbindung. Heutzutage sind auch die sozialen Medien absolut wichtig. Auch im Hinblick auf das Feedback. Schließlich wird nirgendwo sonst so ehrlich gesprochen, wie dort. Daher kann auch die richtige Social Media Strategie große Erfolge erzielen.

Das Einnahmenmodell

Natürlich möchtest du jetzt auch Geld verdienen. Daher solltest du nun Angaben zu deinem Ertragsmodell machen. Dies kann sich in einem Abo-Modell niederschlagen oder ab im Verkaufspreis einzelner Produkte. Vielleicht gilt für dich aber auch ein Provisionsmodell für den Verkauf bestimmter Produkte, wie es häufig im Versicherungsbereich der Fall ist. Versuche jetzt, erste Prognosen zur Umsatzentwicklung aufzustellen. Ermittle den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde oder Warenkorb und schätze die Kaufhäufigkeit und die Dauer der Kundenbeziehung (Customer Lifetime Value) ab. Dann folgen die Ausgaben deines Geschäftsmodells.

Ausgaben

Gründungskosten und Investitionen fallen natürlich zunächst sehr stark ins Gewicht. Und auch Betriebskosten fallen an, sobald du mit deinem Unternehmen durchstartest. Die wichtigen Kostenpunkte ergeben sich jedoch aus dem laufenden Geschäft. Gemeint sind die direkten Kosten, wie beispielsweise Marketingausgaben, Ausgaben für Miete, Versicherungen und Gehälter.

Stelle deine Einnahmen und Ausgaben detailliert gegenüber und errechne, wie profitabel dein Geschäftsmodell wirklich ist, bzw. sein kann. Ermittle den Break Even-Point und natürlich den Kapitalbedarf, um nötige Investoren oder Geldgeber zu gewinnen. Mehr dazu in unserem Beitrag Investoren finden.

Ressourcen

Für die Umsetzung deines Geschäftsmodells brauchst du Ressourcen. Du benötigst Kapital, Mitarbeiter, du musst deinen Laden ausstatten und dein Lager aufstocken. Außerdem benötigst du einen gelungenen Onlineauftritt und musst sicherstellen, dass du dich auch auf technischer Ebene weiterentwickeln kannst. Vergiss nicht, dass gute Partnerschaften, über deinen Erfolg entscheiden. Dies gilt vor allem für zuverlässige Lieferanten, Vertriebspartner oder Partner im Bereich Entwicklung. Bilde auch diese Elemente in deinem Geschäftsmodell ab.

Der Businessplan nach dem Geschäftsmodell

Dein Business Model ist beschrieben und du hast alle nötigen Informationen zusammen, um beispielsweise bei einem Pitch bestehen zu können. Falls dir nun einige der Elemente bekannt vorkommen, weil du bereits damit begonnen hast, einen Businessplan zu erstellen, dann liegst du damit gar nicht so falsch. Du kannst natürlich einige der Punkte aus deinem Geschäftsmodell in deinen Businessplan übernehmen. Stelle aber sicher, dass du im Businessplan noch mehr ins Detail gehst.

Vergiss nicht, dass neben einem guten Businessplan auch einen logischen und professionellen Finanzplan erstellen musst. Dort wird die Unternehmensentwicklung in Zahlen dargestellt. Investoren und Geldgeber interessieren sich vor allem für diesen Teil. Denn dort wird herausgestellt, ob sich dein Geschäftsmodell auch finanziell lohnt.

Tipp: mit sevDesk zur erfolgreichen Unternehmensgründung

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Beispiele: Die erfolgreichsten Geschäftsmodelle im Überblick

Du musst kein eigenes Prinzip erfinden, um ein einzigartiges Geschäftsmodell ins Leben zu rufen. Schließlich geht es in einem Geschäftsmodell um viel mehr, als nur um die Frage, nach welchem Prinzip Geld erwirtschaftet wird. Es macht jedoch Sinn, ein paar bekannte Geschäftsmodelle zu kennen. Denn vielleicht ergeben sich dadurch für dich weitere Möglichkeiten, dein Konzept zu erweitern. Tatsächlich arbeiten einige Unternehmen mit Kombinationen aus verschiedenen Modellen.

      • ADD-ON: Das Hauptprodukt wird herausstechend günstig angeboten und kann durch meist teurere Zusätze ergänzt werden. Der Kunde bezahlt das, was er wirklich haben will, auch wenn dies im Anschluss teurer ist, als bei der Konkurrenz.
      • Affiliation: Das Produkt wird durch Affiliate-Partner vertrieben, wodurch gleichermaßen ein weitreichendes Marketing betrieben wird.
      • Aikido: Ähnliches Produkt, andere Value-Proposition. Angesprochen werden Kunden, welche mit dem Mainstream nicht zufrieden sind.
      • Auktion: Der Höchstbietende erhält das Produkt (Ebay).
      • Barter: Kuppelprodukte als Zugabe (Pampers).
      • Cash Machine: Liquidität durch negatives Umlaufvermögen. Der Kunde kauf ein Produkt, noch ehe das Unternehmen diese selbst besitzt (Amazon).
      • Cross Selling: Der Kunde wird beim Kauf eines Produkts, an weitere Dinge erinnert, die mit dem gekauften Produkt nichts mehr gemeinsam haben (Tchibo).
      • Crowdfunding: Schwarmfinanzierung
      • Crowdsourcing: Schwarmauslagerung
      • Customer Loyalty: Langfristige Treue wird mit Geschenken oder Gutschriften belohnt (Lufthansa).
      • Digitalization: Physische Produkte werden digitalisiert (sevDesk)
      • Direct Selling: Keine Zwischenhändler für günstigere Preise und bessere Kundenbeziehung.
      • E-Commerce: Online-Handel
      • Experience Selling: Produkte werden mit Brands versehen und emotionalisiert (RedBull).
      • Flatrate: Unlimitierter Konsum zum Festpreis.
      • Fractionalized: Nutzung durch Teileigentum.
      • Franchising: Einer besitzt die Marke mit den Rechten, andere nutzen es (Starbucks, McDonalds).
      • Freemium Geschäftsmodell: Kostenloses Basismodell, kostenpflichtige Premiumversion (Apps).

Natürlich gibt es noch viele weitere Modelle, die dem einen oder anderen bereits bekannt vorkommen. Für dich wäre es interessant zu erfahren, mit welchem Business Model die Konkurrenz arbeitet. Beachte dabei auch den Trend der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen. Ein digitales Geschäftsmodell kann bestehende Unternehmen wachsen lassen, womöglich macht es aber auch direkt Sinn, die digitalen Komponenten mit aufzunehmen.

Was sind digitale Geschäftsmodelle?

In Sachen Wertschöpfung haben sich für Unternehmen viele weitere Möglichkeiten durch die Digitalisierung ergeben. Allem voran steht natürlich das Internet. Und auch digitale Technologien wurden inzwischen in bestehende Geschäftsmodelle integriert. So wurden entweder ganz neue Modelle geschaffen oder alte und analoge Modelle ersetzt. Das E-Commerce Modell ist eines der bekanntesten digitalen Geschäftsmodelle. Du wirst das Geschäftsmodell von Amazon kennen, aber auch andere Shops, welche sich der Digitalisierung angepasst haben. Und immer mehr Unternehmen aus dem stationären Handel ziehen nach, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Wenn auch du ein E-Commerce Modell in Betracht ziehst, erfährst du in unseren Beiträgen Online Shop erstellen, Shopify Dropshipping oder Mit Amazon Geld verdienen einige Tipps und Tricks!

Fazit

In jedem Unternehmen gibt es ein Geschäftsmodell – und davon gibt es viele. Die richtigen guten Modelle allerdings sind von vornherein durchdacht und geplant. Ihnen geht eine ausführliche Geschäftsmodellanalyse voran. Ziel ist es schließlich, seine Kunden zu begeistern, ihnen einen Mehrwert zu bieten und wenn möglich, ein Bedürfnis zu befriedigen. Es macht also Sinn, sich noch vor der Erstellung eines Businessplans, mit seinem Business Model auseinanderzusetzen. Dafür gibt es verschiedene Geschäftsmodelltypen. Du weißt nun, wie ein Geschäftsmodell aufgebaut wird, welche Bestandteile darin enthalten sein sollen und wie du dein Unternehmen erfolgreich gründest.

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